Aquarium wissen , Wissenswertes aus der Aquaristik
Aquarium wissen , Wissenswertes aus der Aquaristik

Wasser

 

Wasser wird durch die umliegende Umwelt geprägt und daraus erschließen sich deren Qualität, selbst im Amazonas 

liegen mehr als 400 verschiede Wasserwerte vor. Reines Regenwasser nimmt schon in der Atmosphäre Umwelt-

schadstoffe auf. Beim Versickern in den Boden und als Grundwasser verändert es, je nach Beschaffenheit und 

Schadstoffbelastung der Erdschichten, erneut seine Chemische Zusammensetzung und Substanzen.

Leitungswasser:
Durch verschiedene Einflüsse der Trinkwasserqualität ist Leitungswasserwasser in unterschiedlicher Qualität 

vorzufinden, die Trinkwasseraufbereitung oder die Wasserleitung können für unsere Fische schädliche Stoffe 

wie Chlor, Kupfer oder Zinn im Leitungswasser enthalten.

Bach- Quellwasser:
Durch Umwelteinflüsse wie z.B. düngen von Wiesen können Giftstoffe in den Grundboden gelangen und diese zu den 

Quellen oder Bäche transportiert werden. Meist können diese Gift- Düngestoffe nicht nachgemessen werden.

Regenwasser:
Meist ist dieses Wasser sehr weich (GH), und leicht sauer (ph); oftmals nicht als Aquarienwasser anzuraten da es 

Schadstoffe (Abgase, Ablagerung der Regentonne oder Dachauffang) enthält.

Fazit:
In jedem Falle enthält jede Art zur Gewinnung von Aquarienwasser ihre Gefahr, das Leben der Fische, Pflanzen und 

anderen Aquarienbewohner, zu gefährden. Jeder Aquarianer sollte hier seinem Empfinden nachgehen. Nichts ist in 

der Aquaristik umstrittener als die Wassergewinnung, Qualität und deren Aufarbeitung!

Durch biologische und chemische Vorgänge erfolgt im Aquarium eine weitere Veränderung der Wasserbeschaffenheit. 

Damit Fische und Pflanzen bestens gedeihen, müssen die Umweltbedingungen im Aquarium stimmen und weitgehend 

denen eines natürlichen Biotops entsprechen. Das biologische Gleichgewicht und damit das Wohlbefinden der Fische 

und Pflanzen ist ganz wesentlich von der Wasserqualität abhängig. Was für jede Fischart gänzlich die Beste ist, sollte 

man aus der Literatur entnehmen, Lebendgebärende Zahnkarpfen benötigen andere Wasserwerte als Salmer oder 

Barben oder Barsche. Auch durch die mehrfache Nachzüchtungen lassen sich die Fische an andere Wasser-

beschaffenheiten und Werte anpassen.

 
Ionenaustausch:

Durch Harze können Salze im Wasser teil oder voll gelöst werden, Teil und Vollentsalzung.
Teilentsalzung:
Salze werden durch Harze (Katioden) dem Wasser zum teil entzogen, und bestimmen ein Abfall an ph, GH, KH; 

je nach Substanz der Harze und Hersteller der Ionenaustauscher sind die Werte unterschiedlich.
Vollentsalzung:
Das Wasser das bereits durch die Kationen verändert wurde, müssen weitere Harze (Anionen) durchlaufen und ergeben 

danach einen neutralen Wert;z.B.: ph= 6,5 - 7,0, GH= 0, KH=0, (entspricht Destilliertem Wasser). Nun wird das 

Aufgearbeitete Wasser mit Leitungswasser incl. Wasseraufbereitugsmittel gemischt oder vermengt.
Es empfiehlt sich ein Kauf von Ionenaustauscher (Kationenaustauscher und Anionenaustauscher).


Osmose:

Mit diesem Wasseraufbereitungsgerät lassen sich die Wasserwerte ziemlich genau anpassen und bestimmen, 

leider sehr teuer in der Anschaffung und Unterhaltung. Für jeden See- Salzwasseraquarianer ein nicht wegzudenkendes 

Wasseraufbereitungsgerät. (Durch die Membrane werden andere Stoffe als nur Wasser zurückgehalten, man erhält hierbei Reinwasser).


Wasseraufbereitungszusätze:

Ist der Wasserwert oder Zuschüttwert der Wasserleitung optimal für das Aquarienwasser, so empfiehlt es sich jedenfalls 

das Wasser mit Aufbereitungsmittel zu versehen. Schwermetalle werden sofort neutralisiert und Chlor restlos eliminiert, 

meistens wird noch Magnesium und Jod hinzugeführt.



Gesamthärte (GH- Wert)

Die Gesamthärte des Wassers wird durch verschiedene Salze (im Wesentlichen durch Kalzium- und Magnesiumsalze) 

bestimmt. Bei einem hohen Anteil dieser Salze bezeichnet man das Wasser als hart, bei niedrigem Gehalt als weich. 

Die Gesamthärte beeinflusst maßgeblich die organischen Funktionen aller Lebewesen im Wasser. Ein günstiger GH-Wert, 

bei dem die meisten Fische sehr gut gehalten werden können, liegt zwischen 6° dH und 16° dH (°dH = Grad deutscher Härte).


deutsch
° dH
englisch
° eH
französisch
° fH
amerikanisch
° usH
UdSSR
° suH
1 dtsch. Grad
1,00
1,25
1,78
17,8
7,15
1 engl. Grad
0,798
1,00
1,43
14,3
5,70
1 französ. Grad
0,560
0,702
1,00
10,0
4,00
1 amerik. Grad*
0,056
0,070
0,10
1,0
0,40
1 sowjetruss. Grad
0,14
0,111
0,078
0,0078
1,00
* Angaben in ppm (parts per million) unter Voraussetzung dass 1 Liter Wasser eine Masse von 1 kg enthält.


Karbonathärte (KH- Wert)

Neben den bereits erwähnten Kalzium- und Magnesiumsalzen enthält nahezu jedes Wasser weitere Salzbestandteile, 

z. B. Bikarbonat, dessen Anteil im Wasser durch den KH-Wert angezeigt wird. Dem Bikarbonat kommt im Aquarium 

eine wichtige Aufgabe zu, denn es wirkt als ph-Puffer und verhindert somit zu starke und rasche Veränderungen des 

ph-Wertes (wie z. B. den Säuresturz). Durch das enge Wechselspiel zwischen KH-Wert und ph-Wert hat auch die 

Karbonathärte direkten Einfluss auf das Wohlbefinden aller Lebewesen im Aquarienwasser. Ein KH-Wert zwischen 

3° dH und 10° dH ist empfehlenswert.

ph- Wert

Der ph-Wert ergibt sich aus allen im Wasser gelösten und basischen Stoffen, die das Wasser entweder ansäuern 

oder alkalisch werden lassen. Chemisch reines Wasser weist einen ph-Wert von 7 auf und wird als neutral bezeichnet. 

Säuren und alkalische Komponenten stehen hier im Gleichgewicht. Je mehr Säuren im Wasser vorhanden sind, 

desto stärker sinkt der ph-Wert, je mehr Basen (Laugen), desto stärker steigt er. Ein sehr rasches Absinken des 

ph-Wertes, der so genannte Säuresturz, kann z. B. in sehr weichem Wasser eintreten, wenn das Bikarbonat als 

Puffer aufgebraucht ist. Sämtliche Fische, Pflanzen und Mikroorganismen reagieren sehr empfindlich auf starke 

Veränderung des ph-Werts. Deshalb sollten Sie den ph-Wert mindestens einmal pro Woche testen. 

Für beinahe alle Fische in Süßwasseraquarien sind ph-Werte zwischen 6,5 und 8,0 gut geeignet.


Ammoniak, Nitrit und Nitrat

Durch Ausscheidungen der Fische, durch Pflanzen- und Futterreste gelangen Stickstoffverbindungen in das 

Aquarienwasser, welche über aufeinander folgende Stufen abgebaut werden. Zunächst entsteht das giftige 

Ammoniak oder das ungiftige Ammonium in einem vom ph-Wert abhängigen Verhältnis. Während bei ph-Werten 

über 8,0 zunehmend Ammoniak gebildet wird, liegt bei niedrigen ph-Werten vorwiegend das ungiftige Ammonium vor. 

Bei empfindlichen Fischen kann ein Ammoniak-Gehalt von 0,1 mg/l über längere Zeit bereits schädigend wirken. 

Schon bei Konzentrationen zwischen 0,5 bis 1 mg/l können Todesfälle auftreten. Bakterien der Gattung Nitrosomonas 

bauen dann Ammoniak bzw. Ammonium zu Nitrat ab. Nitrit ist ebenfalls giftig und sehr schädlich für Fische im Aquarium. 

Achten Sie auf eine biologische aktive Filterung, denn nur Aquarien mit einem intakten Filtersystem weisen 

Nitritkonzentrationen kleiner oder gleich 0,3 mg/l auf. Der Nitritgehalt sollte 0,8 mg/l längerfristig nicht überschreiten, 

denn bereits ein Wert von 1,6 mg/l kann für Ihre Fische bedenklich sein. In der letzten Abbaustufe bauen Nitrobakter 

Bakterien Nitrit zu dem relativ ungefährlichen Nitrat ab. Nitrat dient unter anderem den Pflanzen als Nährstoff, ist jedoch 

in zu hohen Konzentrationen schädlich für Ihre Fische und fördert den lästigen Algenwuchs. Bei einem Nitratgehalt bis 

25 mg/l ist das Aquarienwasser unbelastet, bei Werten zwischen 25 mg/l und 100 mg/l empfiehlt sich ein 

Teilwasserwechsel (30 % des gesamten). Stark verunreinigt ist das Wasser bei einem Nitratwert von 100 mg/l, 

hier ist ein kompletter Wasserwechsel notwendig. 


CO2

Kohlendioxid bildet eine wichtige Grundlage zu Ernährung und zum Wachstum der Wasserpflanzen. Eine bestimmte 

Kohlendioxid-Konzentration sollte langfristig nicht überschritten werden, da ein zu hoher Gehalt für das Leben der 

Fische bedrohlich ist. Die optimale Dauerkonzentration im Aquarium liegt bei 5 bis 25 mg/l, höhere Kohlendioxid 

Konzentrationen können für die Fische bei längerer Einwirkung schädigend wirken.


O2

Sauerstoff hat mehrere lebenswichtige Funktionen, er stellt die Grundlage für das Existieren von Fischen und Pflanzen 

dar. Tagsüber nimmt die Unterwasserflora Kohlendioxid auf und gibt aufgrund der Photosynthese Sauerstoff ab. Die 

Fische nehmen Sauerstoff über die Kiemen zum Atmen auf. Auch von allen Bakterien wird Sauerstoff benötigt, 

besonders von den Bakterien, die im Aquarium den Stickstoffabbau übernehmen. In der Nacht geben die Wasser-

pflanzen, umgekehrt als am Tag, Kohlendioxid ab und nehmen Sauerstoff auf. Daher kann der Sauerstoffgehalt im 

nicht belüfteten Aquarium morgens geringer sein als abends. Wir nennen die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit 

des Wassers die Sättigungskonzentration. Sie ist abhängig von der Wassertemperatur und vom Salzgehalt und wird in 

mg/l angegeben. Achten Sie darauf, dass die Sättigungswerte möglichst um nicht mehr als 20 % unterschritten werden. 

Ein zu niedriger Sauerstoffgehalt und der sich daraus ableitende Sauerstoffmangel kann auf Dauer zu einer erhöhten 

Krankheitsanfälligkeit Ihrer Fische führen.


Wasser-
temperatur
in ° C
Sauerstoff-
sättigung
in mg/l
0
14,2
6
12,1
12
10,0
18
9,2
24
8,2
26
8,0
28
7,7
30
7,5
32
7,3
34
7,1
40
6,6

Sauerstoff ist ein Gas, dessen Löslichkeit im Wasser temperaturabhängig ist: 

Je wärmer ein Wasser ist, um so schneller entweicht der Sauerstoff.

 

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