Aquarium wissen , Wissenswertes aus der Aquaristik
Aquarium wissen , Wissenswertes aus der Aquaristik

Aquarium Filter
 

Die Hauptaufgabe eines Filters ist, das säubern des Wassers und das entfernen von Schwebstoffen z.B. Fischkot, 

Futterreste und abgestorbener Pflanzenteile. Der Filter hält das ökologische Gleichgewicht im Aquarium aufrecht, 

was in der Natur durch Mikroorganismen besorgt wird, die organischen Abfallsubstanzen  zu einfachen anorganischen 

Substanzen abzubauen.
Eine weitere Aufgabe des Filters ist die Erzeugung der Wasserbewegung und der Wasserzirkulation, um Sauerstoff 

und eventuell CO2 zu transportieren und eine Strömung für Fische zu gewährleisten.

 

Die Leistung des Filters wird anhand der Größe des Aquariums und die Anzahl von den darin lebenden Organismen 

bestimmt. Einige Anhaltspunkte bei normalem Fisch- und Pflanzenbesatz zeigt folgende Tabelle (nach Eheim).


Wasservolumen
ca. in Liter
Fassungs-
vermögen des
Filtertopfes
Pumpen-
leistung
Liter/Stunde
Förderhöhe
m/Ws
100
1 Liter
230
1,20
150
1 Liter
280
1,05
200
1,5 Liter
310
1,08
250
2 Liter
360
1,10
300
4 Liter
420
1,40
500
6 Liter
630
2,5
1000
18 Liter
1150
3,5

Der Gesamtinhalt des Aquariums sollte 1 - 2 mal pro Stunde umgewälzt werden, dennoch sollte beachtet werden das

eine zu starke Oberflächenströmung, CO2 aus dem Wasser gedrängt wird, aber wiederum Sauerstoff zugeführt wird.


Es gibt drei Haupttypen der Filterung, mechanisch, chemisch und biologisch. Die für Aquarien verwendeten Systeme 

sind gewöhnlich eine Kombination aus mindestens zweien von ihnen.


Mechanische Filterung
Es werden im Wasserschwebende -befindliche feste Partikel aufgefangen und in der Filterreinigung entfernt. Die häufig 

verwendeten Filtermaterialien für diesen Filtertyp sind Filterwatte, Schaumstoffpatronen, Kies und Sand.


Chemische Filterung
Enthält Materialien die die Zusammensetzung des Wasser verändern können, z.B. Torf (Säure-Basis-Wert), Kunstharz 

(Ionenaustausch/Wasserhärte-) oder kalkhaltigem Material (Wasserhärte+), Aktivkohle, Zeolithen (Eliminierung von 

Ammoniak und Kohlendioxid). Chemische Filter halten zusätzlich noch organische Partikel fest.


Biologische Filterung
Eine Biologische Filterung findet automatisch in jedem mechanischen oder chemischen Filter statt, der genügend lange 

im Einsatz ist. Es handelt sich hierbei um lebende Organismen, mit deren Hilfe im Filter Giftstoffe organischen oder 

anorganischen Ursprungs um oder abgebaut werden. Wichtig ist eine gute Sauerstoffzufuhr die den lebenswichtigen 

Bakterienbestandes und der Bakterienrasse zugute kommen, der Filter bildet das Substrat selbst, Oberfläche für die 

Ansiedlung. Während der Wasserdurchfluss den Bakterien eine konstante Zufuhr von Stoffwechselendprodukte und 

Sauerstoff bietet. Je höher das Filtervolumen umso mehr nützliche Bakterien können sich darin ansiedeln.



Filtersysteme


Außenfilter mit geschlossenen Behältern
Welche aus Filtertopf mit elektronischer Pumpe bestehen. Meist sind mehrere Filterkörbe in der Reihenfolge des 

Wasserlaufes im Filterbehälter angelegt, somit ist eine mechanische, chemische und biologische Filterung möglich.


Innenfilter mit geschlossenen Behältern
Meistens bestehen diese aus nur einer Filterkammer in der eine Schaumstoffpatrone angebracht werden kann, der 

Handel bietet zahlreiche Varianten an Schaumstoffpatronen im Sortiment bereit, somit können Aktivkohle- 

Torfschaumstoffpatronen usw. eingesetzt werden. Bei neueren Modellen erhält man als Zubehör weitere Filterkammern 

als Aufstecksätze, das somit die gewünschten Filtermechanismen in Reihenfolge angelegt werden können. Eine 

mechanische, chemische und biologische Filterung ist somit möglich.


Bodenfilter
Dieser besteht aus einem Kunststoffgitter, der zwischen Boden und Kies angelegt wird und im Zusammenhang eines 

Außenfilters in Betrieb genommen wird. Somit entsteht automatisch eine Biologische Filterung da sich im Kies Bakterien 

ansammeln. Der Nachteil dieser Methode! Ist einmal das Kunststoffgitter verstopft muss zur Reinigung das ganze Aquarium 

ausgeräumt werden.


Schwammfilter mit Luftheber
Hierbei handelt es sich um einen Luftangetriebenen Filter, der an der Wasseransaugöffnung mit einem Filterschwamm 

versehen ist, durch die erzeugte Luft eines Belüftungssystems, wird das Wasser im Zusammenhang der Luft nach oben 

getrieben und durchgeht somit den Filterlauf. Dieser Filter ist aufgrund seiner geringen Leistung nur bei kleinen Becken 

anzuraten (Aufzuchtbecken).


Eiweißabschäumer
Ist alleinig im Einsatz von Salzwasser von großem Nutzen. Eiweiß und andere organische Stoffe werden mit Hilfe von 

Luftblasen als Schaum aus dem Wasser entfernt, bevor diese durch Bakterien abgebaut werden können. Ein hilfreiches 

und praktisches Gerät, besonders für stark besetzte Aquarien mit sensiblen Tieren. Eiweißabschäumer gibt es in 

verschiedensten Varianten.

 

UV- Filter

Er wird als letztes Glied in der Filterkette angeschlossen, und vor dem Wassereinlauf in das Aquarium durchgeht dies 

vorgefilterte Wasser einen Tunnel, der mit einer UV- Lampe bestrahlt wird. Somit können Krankheiten, Sporen, Erreger

und Algen erfolgreich besiegt werden.



Filtermaterialien


Mechanische Filtermassen
Diese haben die Aufgabe, grobe, meist sichtbare Verschmutzungen aus dem Aquarienwasser zu entfernen, dies sind in 

erster Linie Schwebstoffe!
Filterwatte, Schaumstoffpatronen, Perlonwatte usw., gehören zu den typischen mechanischen Filtermassen.

   

grobe Filterwatte  

 

 

feine Filterwatte


Chemische Filterstoffe
Durch die chemische Filterung sollen giftige oder sich zu giftigen Verbindungen entwickelnde organische Molekühle aus 

dem Wasser gebunden werden. Das bekannteste, in der Aquaristik verwendete absorptive Material ist die Filterkohle, 

Aktivfilterkohle und Kohlepatronenfilter -Schwämme, die es in verschiedenen Wirkungsgraden gibt, ihre Wirkung liegt in 

der porösen Struktur und damit verbundenen großen Oberfläche. Sie bindet neben unsichtbaren giftigen Verbindungen 

auch Säuren, Farbstoffe und Medikamente. Sehr darauf zu achten ist, das die Filterkohle im Filterbehälter nicht zu sehr 

verschmutzt wird, da diese sonst in ihrer Wirkung nachlässt oder wertlos wird, man sollte diese daher am Ende der 

Reinigungskette einsetzen. Um bei loser Ware das aufschwimmen zu vermeiden, kann man die Filterkohle in ein Netz 

oder ein Stück Damenstrumpf füllen und so in den Filtertopf einbringen.

lose Filterkohle


Biologische Filtermassen
Bakterien können sich zu ungeheuren Ansammlungen vermehren, weil diese sich in 30 Minuten teilen können. Um 

Zellmembran einzusparen, können sich Bakterien zu schleimigen Klumpen oder Flocken zusammentun, wie man diese 

oft auf Filtersubstraten findet. Im Schleim eingebettete Bakterienkolonien, die aus Tausenden von Individuen bestehen und 

ihren Schleim selbst erzeugen. Die Bildung der Kolonien wird durch hohen Sauerstfoffgehalt im Wasser begünstigt. Diese 

Bakterien bauen die Giftstoffe des Wassers ab, indem sie mit ihren Stoffwechselprodukten gefährliche Stoffe in 

ungefährliche Stoffe umwandeln. Keramikröhrchen, Lavalit, Granulat, Biobälle usw.
In diesen Filtermassen können sich Bakterien wegen der großen Oberfläche ansiedeln.

Keramikröhrchen


Torffilter
Im allgemeinen ist der Ausdruck Filter hier nicht ganz richtig, da der Filter Materialien  zurückhalten soll , der Torf wird aber 

eingesetzt um an das Wasser abzugeben. Es handelt sich hierbei um Huminsäure wie es von Holz und Laub abgegeben 

wird. Im Handel werden recht unterschiedliche Torfsorten angeboten, milder bis starker Torf, nach wenigen Wochen ist 

dieses Naturprodukt ausgelaugt und man muss daher den Torf erneuern. Über Torf gefiltertes Wasser ist leicht bräunlich, 

da das Wasser mit Huminstoffen angereichert ist wird der ph-Wert gesenkt, es ist daher wichtig diesen Wert zu überprüfen.

Reinigung des Filters
Da sich im Filter wichtige Bakterien ansiedeln und diese Kolonien aufrecht erhalten werden müssen, ist es sehr anzuraten 

nicht alle Filtermedien ganz auszutauschen, da sich in neuem Filtermaterial Bakterienstämme neu ansiedeln müssen. Daher 

ist es sinnvoll, nur stark verschmutztes oder aufgebrachtes Filtermaterial zu erneuern und Biologische Filtermassen durch 

überspülen mit Aquarienwasser des Wasserwechsels zu tätigen, somit bleiben wichtige Bakterienstämme erhalten und 

können sich somit effektiver vermehren. 

Durch das anhalten der Filterung sterben Bakterienstämme ab, achten Sie daher das die Filterreinigung nicht

zuviel Zeit in Anspruch nimmt, es empfiehlt sich (wenn möglich) während des Wasserwechsels den Filter

weiterlaufen zu lassen. Bei kleinen Filtern sind die Bakterienstämme nach schon 30-60 Minuten erledigt und 

müssen sich neu ansiedeln.

 

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